Vorwand & Ausrottung: Rufmord an den Leistungsträgern?

Die Rebellion der „Zweitbesten“

Das oft beschworene „Leistungsprinzip“ schafft Ärger, Konflikte, Unbill und Opfer aller Art und sollte durchaus hinterfragt und auch abgemildert werden. Wenig sinnvoll ist es allerdings, die „Leistungsträger“ zu drangsalieren und unter irgendwelchen Vorwänden in die Isolation zu treiben. Genau dies passiert aber immer öfter im Bereich der Geisteswissenschaften, und diese Drangsalierungspolitik geht keinesfalls von den „Opfern“ des Leistungsprinzips (wie z.B. Schulabbrechern) aus, sondern von Leuten, die selber „besonders tief“ im Hamsterrad des Leistungsprinzips stecken (um mal ein schiefes Bild zu benutzen), denen sich aber ein Giftwurm ans Herz gefressen hat (F.N.), weil sich oberhalb ihrer ein höheres, ihnen verschlossenes Leistungsniveau befindet. Und nun sehen sie zu, dass der Rufmord ihnen umso besser gelinge!

Statt einfach mal „gönnen zu können“ und sich in dem Gefühl zu sonnen, doch wenigstens als Kleinkünstler, Schullehrer usw. an der Kultur teilhaben zu dürfen, hat sich eine ganze Ausredenindustrie entwickelt, die von morgens bis abends Argumente ersinnt, warum die zweitbeste Leistung die erstbeste sein soll. Besonders realistisch und überzeugend ist das in aller Regel nicht, und deshalb muss immer auch strukturelle Gewalt hinzutreten, um die „Rebellion der Gartenzwerge“ durchzudrücken. Außerdem übersehen die „Zweitbesten“, dass sie selber – bei konsequenter Durchführung ihrer Rebellion – genauso hinweggefegt würden, vielleicht sogar eher.

Man mag es effektheischend finden, hier von einer „Pogromgefahr“ zu sprechen. Dennoch gibt es Argumente dies zu tun – übrigens auch deshalb, weil die „Rebellion der Zweitbesten“ oftmals (und ziemlich zu Unrecht) aus der deutschen Vergangenheit, der Shoah und den anderen Verbrechen des „Nationalsozialismus“ begründet wird, der – man höre und staune – ausgerechnet denen in die Schuhe geschoben wird, die im „NS“ schon wegen ihrer Unsportlichkeit von der „Oberschule“ geschmissen worden wären: den klassischen Intellektuellen.

Nun ist der Verfasser dieser Zeilen selber nur ein „Zweitbester“ im Wissenschaftsbereich (kein Professor, kein Naturwissenschaftler), aber er nimmt dies nicht zum Motiv, sich irgendetwas gegen das Professorentum oder die Naturwissenschaften auszudenken. Wohl aber rebelliert er gegen den einen oder anderen Professor – allerdings aus konkreten, inhaltlichen, individuellen, fallbezogenen Gründen; und die Vorwürfe beziehen sich dann auch nicht auf die Tatsache der Habilitation, sondern auf inhaltliche Fragwürdigkeiten, die als solche jenseits des (Nicht-)Leistungsprinzips liegen.

Man ist also nicht automatisch ein „autoritärer Charakter“, wenn man das nächsthöhere Leistungsniveau anerkennt, sondern man schafft überhaupt erst die Voraussetzung für ein nicht-zerfleischendes, nicht-pogromierendes Miteinander, wenn man auf die Negierung der überlegenen Ebene (in ihrer Gesamtheit) verzichtet. Und eine Rebellion gegen Fehlleistungen einzelner Professoren funktioniert letzten Endes nur, wenn man auf eine Vernichtungskritik verzichtet. Bedeutet Kritik Vernichtung (wie in Teilen der Medien- und Online-Welt), diskreditiert sie sich selbst; Schweigegebote sind dann die Folge.

Die „Vernichtungsspirale“

Als „Vernichtungsspirale“ schält sich nach Ansicht des Verfassers folgendes Schema heraus:

Schritt 1: Kognitive Isolierung

Beispiel Geisteswissenschaften: Lehrer, die es mit der „Rebellion der Zweitbesten“ ernstmeinen, entwissenschaftlichen den Unterricht immer mehr, sodass sich ihre SchülerInnen weder unter einem Originaltext, einer wissenschaftlichen Hausarbeit oder einem geisteswissenschaftlichen Studienabschluss irgendetwas vorstellen können. Tätergruppe sind hier gerade diejenigen LehrerInnen, die sich am Begriff der „Akademisierung“ besoffen reden, diese aber de facto hintertreiben und nur als Chiffre für ihre Arbeiter- und Intellektuellenfeindlichkeit verwenden. Faktisch schaffen sie einen großen Bruch zwischen Schule und Universität, den in erster Linie ihre SchülerInnen ausbaden dürfen, in zweiter Linie die akademischen Leistungsträger, die zunehmend in die „dominante Subkultur der Universitäten“ abgedrängt werden. Den „zweitbesten“ LehrerInnen ist das egal, denn die Leute sind dann ja außerhalb ihres Verantwortungsbereichs, und sie haben formal ihre Schuldigkeit getan: zur Erhöhung der Abiturientenquote beigetragen.

Schritt 2:  Sachbezogene (fachliche)  Kriminalisierung

Beispiel Doktorate: Jedes Jahr werden über 20.000 Doktorgrade vergeben. Bislang ist es eifrigen Plagiatejägern gelungen, bei knapp 200 davon (quer durch alle Jahrgänge!) ungerechtfertigte Textübernahmen zu entdecken (s. vroniplag) – eine verschwindend geringe Anzahl, wenn auch nur Spitze eines Eisbergs. Der Clou: Auch nach Abzug der „geklauten“ Textstellen bleibt in den meisten Fällen eine durchaus ansehnliche Leistung übrig: So wurden bei der ehem. Forschungsministerin Schavan ca. 100 von 350 Druckseiten als Plagiat eingestuft; damit bleiben 250 Seiten „Original-Annette“, das entspricht der Seitenzahl der Dissertation des stellvertretenden Hamburger GEW-Vorsitzenden von 2013. – Und die Bedeutung illegaler Hilfestellungen dürfte bei Doktoratsarbeiten – nicht nur wegen der lebenslangen Erpressungsmöglichkeit – wesentlich geringer sein als bei allen anderen Seminar- und Abschlussarbeiten, auf die viele der „Zweitbesten“ ihre berufliche Qualifikation gründen.

Dennoch rufen die „Zweitbesten“ nun – in kruder Logik – eine Kollektivschuld aller Promovierten an den Plagiatsfällen aus und übertreiben diese in puncto inhaltlicher Intensität und statistischer Häufigkeit. Aufbauend auf die kognitive Isolationsarbeit der „zweitbesten Lehrerschaft“ (s. Schritt 1) kommt es nun zu einer Art sachlichen (fachlichen) Kriminalisierung der Leistungsträger – und dies aufgrund von Gedankengängen, die gerade deutlich machen, wie „am zweitbesten“ ihre Urheber sind und wie dringend sie einer vorgesetzten Ebene bedürfen, um nicht in kriminellen Schwachsinn abzugleiten. Ohnehin verstärkt auch dieser zweite Schritt (wie auch Schritt 1) im Ergebnis die Spaltung zwischen den Qualifikationsebenen. Denn die kriminalisierten Leistungsträger werden zur „verdächtigen Sondergruppe“, die Kriminalisierer zu peinlichen Wadenbeißern in ständiger Angst vor der Konfrontation mit ihren Opfern und einer Durchleuchtung ihrer Motive (und ihrer eigenen Leistungen!).

Schritt 3: Politische Kriminalisierung

a) Die Diskreditierung als „konservativ“ oder „elitär“

Der Übergang in den offenen Schwachsinn vollzieht sich dann, wenn jede Gegenwehr gegen die Schritte 1 und/ oder 2 politisch kriminalisiert wird. Wer sich z.B. gegen die kognitive Ausradierung der Geisteswissenschaften durch unintellektuelle Schullehrer ausspricht (Schritt 1), wird automatisch in eine bildungsbürgerlich-arrogante Ecke gedrängt und ideologisch der CDU zugeordnet, was leider nahelegt, dass viele „mainstream-linke“ LehrerInnen sich für doof und benachteiligt halten. Dass sie selber oftmals dem Bildungsbürgertum entstammen, dass sie dessen Privilegien in penetrantester Weise einfordern, dass sie Bidungsfernen den Zugang zur Uni de facto eher verbauen (s.o.), dass sie tagtäglich Anwesenheit, Mitarbeit und Leistung fordern, dass seriöserer Unterricht nicht automatisch anstrengender oder exklusiver sein muss – diese Einsichten werden mit struktureller Kommunikationsgewalt unterdrückt. Die GEW schwafelt zwar immer wieder von der „Digitalisierung“ (ein Pogromvorwand zur Ausrottung der Buchkultur), unterhält auf ihren Internet-Seiten aber keine Kommentar- oder Diskussionsfunktionen. Auch bei brieflichen Anfragen geht den GEW-Leuten, die sonst laut trällernd und  marodierend durch die Straßen ziehen und Diskussionen einfordern, schnell die Puste aus.

b) Psychopathologisierung

„Wer sich wehrt, lebt verkehrt!“ Obwohl sich die „Zweitbesten“ sonst gerne als Dauerwiderstandskämpfer gegen alles Mögliche geben, wird jede Gegenwehr der Opfer von Schritt 1 und 2 oftmals von vornherein psychopathologisiert. Dabei wird der Kampf um Glaubwürdigkeit (den es immer schon gab und der gerade in einer pluralen Gesellschaft nicht immer vermieden werden kann) zum Kampf um Ehre umgedeutet, also zu einem Relikt aus überwundenen Zeiten. Wer sich in irgendeiner Weise gegen die Schritte 1 und 2 wehrt (und sei´s durch sachliche Diskussionsbeiträge vor dem „Volkgsgerichtshof“), ist also mindestens ehrpusselig, wenn nicht gar ein „autoritärer Charakter“. Dabei setzt Freiheit aber nun einmal Standbeine voraus, und das willkürlich-terroristische Aberkennen von Glaubwürdigkeit (Schritte 1 und 2) macht Menschen abhängig von ihren Netzwerken.

Überhaupt: „Rebellierende Zweitbeste“ sind meist ausgesprochene Netzwerker und Bestandteil irgendwelcher Cliquen und Interessengruppen. Obwohl sie das „Hohelied der Individualisierung“ singen, treten sie aus dem Schatten ihrer Cliquen selten heraus. Ohnehin gibt es Anzeichen, dass bei vielen „Zweitbesten“ die gruppendynamischen die kreativen Fähigkeiten überschreiten; dies führt dann zum Phänomen des „bunten Einheitsbreis“, ist aber ein anderes Thema.

c) Geraunte Faschismus-Vorwürfe

In einem weiteren Schritt galoppierender Unlogik werden die Opfer der „Zweitbesten“ dann in die Nähe des Faschismus gerückt. Dies geschieht meist in der Form des „Raunens“, denn diese Vorwürfe sind dermaßen frech und haltlos, dass sie sich explizit kaum vertreten lassen. Als sachliche Grundlage dieser Vorwürfe dient meist Folgendes:

a) Jede Form von Empörung auf Seiten der Verleumdungsopfer wird als „Wutbürgertum“ gesehen. So wertete z.B. Prof. Schnädelbach, der Verfasser eines Vorworts zu einem Didaktikbuch „zweitbester“ Hamburger Referendarausbilder (vgl. Beitrag auf diesem Blog: Philosophie. Wie ein Fach zerstört wird), einen launigen Protestbrief des Verfassers dieser Zeilen als „Wut- und Hasstirade“, die er umgehend „weiterzuleiten“ sich herausnehme. Nun darf Prof. Schnädelbach „weiterleiten“, was er möchte (auch wenn es eine autoritäre Maßnahme ist), ein Opfer von Wut und Hass ist er trotzdem nicht.

Meist liegt dieser Einstufung als „Wutprodukt“ eine Verabsolutierung der sprachlichen Form unter Ausblendung inhaltlicher Gesichtspunkte zugrunde. Diese Formfixiertheit bei der Beurteilung von Texten – oftmals als linguistischer Tiefsinn getarnt – muss letzten Endes als Produkt einer Veroberflächlichung gesehen werden: Denn der Sprachstil eines Texts lässt sich ja viel einfacher erfassen als sein Inhalt. Und das Absuchen von Texten nach „verdächtigen Schlüsselwörtern“, nach Schlagworten, kann notfalls auch ein Computer machen. Ohnehin drängt sich der Eindruck auf, dass gerade „Zweitbeste“ immer öfter nur noch auf Reizwörter reagieren.

Auch die Gleichsetzung von „Wut“ und Rechtslastigkeit ist als solche falsch. Denn auch „Zweitbeste“ schreien ja immer wieder ihre „Wut“ über Bildungskürzungen, Nazis, das Patriarchat und was auch immer heraus. – Bei Prof. Schnädelbach (Jahrgang 1936) kommt hinzu, dass sein Bild vom „Dritten Reich“ wohl zu sehr durch keifende SA-Männer und die Reden von Goebbels geprägt ist, während ihm eine Einsicht in andere Denk- und Habitusformen des „Dritten Reichs“ (gerade in der SS und im Kreise unterkühlter „Übermenschen“) angesichts seines geringen Alters naheliegenderweise verschlossen blieb. Auch eine basisdemokratische „Kameradenerziehung“ blieb im wohl erspart, sonst hätte er nicht dieses Urvertrauen in „selberdenkende SchülerInnen“. Er hat den „NS“ erst kennengelernt, als dieser – angesichts der sich abzeichnenden militärischen Niederlage – unpopulär wurde und nur noch durch terroristische Durchhalteparolen zu vertreten war. Dass auch viele „nicht-keifende Persönlichkeiten“ ursprünglich den „NS“ unterstützt hatten, dass Rosenberg ja gerade ein halbgebildeter „Selberdenker“ war, wie ihn auch die heutige Schule produziert – all dies bleibt Prof. Schnädelbach verschlossen.

(Der Leser sieht vielleicht: Die Verteidigung gegen die „Zweitbesten“ schließt die Kritik an Leistungsträgern wie dem Hegel-Experten Schnädelbach keineswegs aus, ist also auch nicht per se autoritätsgläubig. Schnädelbachs Verstrickung in die Rebellion der Zweitbesten liegt in seinem Vorwort zu einem „zweitbesten“ Buch („Philosophieunterricht. Eine situative Didaktik“) und seinen Teilleistungsschwächen im historisch-sozialwissenschaftlichen Bereich; dieser zweite Punkt betrifft die Deutung des „NS“ ebenso wie die Wahrnehmung der heutigen Realität Jugendlicher.)

b) Die Leistungsträger werden als Teil einer spezifisch deutschen Geistestradition gesehen, die in ihrer Pauschalität für den „Nationalsozialismus“ und die Shoah verantwortlich sei. Einmal ganz abgesehen von der Fragwürdigkeit dieser These ist auch die Identifikation von Leistungsträgern und „typischen Deutschen“ reichlich fragwürdig – ebenso wie die Lebenslüge vieler „Zweitbester“, selber außerhalb der deutschen Tradition zu stehen, bloß weil sie außerhalb der geistigen Traditionen sich befinden bzw. bloß weil ihre Familien im „Dritten Reich“ noch nicht zum Bildungsbürgertum zählten. Gerade viele „antideutsche“ Studierende rebellieren gegen die – ihnen bedrohlich erscheinende – traditionelle Intellektualität, indem sie diese als „deutsch“ einstufen. Dabei übersehen sie u.a., dass auch in allen anderen Kulturen Anfänger Anfänger und „Zweitbeste“ „Zweitbeste“ sind.

c) Schließlich gibt es noch die These, strukturiertes und objektivierendes Denken sei autoritär, während Chaos und Beliebigkeit demokratisch seien. Grundlage dieser Fehlannahme ist die Unkenntnis der philosophischen Verhältnisse im „Dritten Reich“, in denen „blutleere Geistigkeit“ ja gerade als „Entartung“ gewertet wurde und Objektivität – jenseits der pseudo-naturwissenschaftlichen „Rassenlehre“ – geleugnet wurde. Der Objektivitätsglaube im „Dritten Reich“ beschränkte sich auf die „Rassenlehre“; in den Geisteswissenschaften gab es politische, aber eben keine geistigen Verbindlichkeiten – ganz im Gegenteil, man forderte immer wieder die bewusst-dezisionistische Normsetzung, das bewusste, von Wahrheiten unabhängige „Bekenntnis“ ein. Fichte folgend ging man davon aus, dass sich der Denkstil nach der persönlichen Verfasstheit eines Menschen richte – und was man den Abweichenden vorwarf, war nicht die Falschheit ihres Denkens, sondern die Falschheit ihrer Person. – Insofern kann das „Dritte Reich“ ganz sicherlich nicht als Ausdruck eines objektivitätsgläubigen Denkens verstanden werden, wenn man vom Glauben an die – in Form einer unwahren „Rassenlehre“ und einer halbwahren Sport- und Gesundheitskunde präsenten – Körperwissenschaften einmal absieht.

Diese drei Schritte liefern dann die Begründung für die beruflichen Ausrottungsmaßnahmen gegen die den „Zweitbesten“ übergeordnete Leistungsgruppe. Durchgesetzt werden können diese Ausrottungsmaßnahmen allerdings nur mit struktureller Gewalt; die Begründungen werden eher „raunend nachgereicht“.

Eine konkrete Auflistung dieser Ausrottungsmaßnahmen und eine Klassifikation der Tätergruppen wird auf diesem Blog vielleicht später einmal erfolgen.

Aus eigener Erfahrung kann der Verfasser allerdings folgende berufliche Ausrottungsversuche aufzählen:

a) Benachteiligung bei einer Stellenausschreibung im Bereich Philosophie-Didaktik. Ausgewählt wurde ein „Zweitbester“: keinerlei Veröffentlichungen (also auch keine Dissertation), darunter auch keine zur Philosophie und ihrer Didaktik, dennoch versuchte Ernennung zum „Vertretungsprofessor“, ohne dass der Mitbewerber (trotz Schwerbehindertenausweises) auch nur zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden wäre

Täter war in diesem Fall allerdings nicht der „Zweitbeste“, sondern die Fakultät für Erziehungswissenschaften, insbes. die professorale Ebene um Kerstin Michalik. Auch hier liegt wieder der schon von Prof. Schnädelbach bekannte Fall vor, dass die Rebellion der „Zweitbesten“ aus ideologischer Verblendung von Angehörigen einer höheren Ebene umgesetzt wird. Was die Oberstufendidaktik Philosophie angeht, darf man die Prof. Michalik und Schnädelbach aber durchaus als „Zweitbeste“ sehen: Michalik hat ihren Schwerpunkt in der Grundschulpädagogik (versteht zu wenig von akademischer Philosophie), Schnädelbach hat seinen Schwerpunkt in der akademischen Philosophie (versteht zu wenig von Didaktik und Sozialwissenschaften, s. Blobeitrag „Philosophie. Wie ein Fach zerstört wird. Eine Standpauke“).

Gegeben waren hier die Schritte 1 (es wurde ein Bewerber berufen, der die Philosophie in die kognitive Isolation führt), 3b (Psychopathologisierung: Prof. Michalik wertete Protesbriefe als „Stalking“ und war sich für eine Anzeige nicht zu schade – ohne zu sehen, welchen Bärendienst sie echten Stalkingopfern damit erweist) und 3c (Prof. Schnädelbach wertete einen launigen Protestbrief als „Wut- und Hasstirade“ und Kritik an beruflichen Fehlleistungen „Zweitbester“ offenbar als Angriff auf die Demokratie. Als Gipfelpunkt einer „raunenden Argumentation“ verschickte er die entspr. Mail dann auch noch an einem 9. November). Der Schritt 2 war eher indirekt und in unvollständiger Form (keine direkte Kriminalisierung) gegeben, indem Frau Prof. Michalik die Personalauswahl als „Bestenauslese“ bezeichnete, was einer indirekten, nicht näher spezifizierten sachlichen Delegitimierung des Verf. gleichkommt. Die Kriminalisierung verschob sie allerdings auf die Person des Verf:, eine sachbezogene Kriminalisierung erfolgte nicht.

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